Zeit zu gehen ist ein Dokumentarfilm über das große Tabu unserer Zeit: das Sterben. Anita Natmeßnig und ihr Team nahmen drei Monate am Alltag im CS Hospiz Rennweg teil, eine 12-Betten-Station, wo das Sterben als natürlicher Teil des Lebens akzeptiert wird. Seit einigen Jahren werden die großen Kriegsschiffe der sowjetischen Marine verkauft. Sie werden auf dem internationalen Markt als hochwertiger Schrott gehandelt. Das Ziel all dieser Schiffe ist das indische Alang, ein Strand in der Nähe von Bombay. Der Film zeigt einen Teil der letzten Reise eines solchen Kriegsschiffes: Über fünf Wochen hinweg werden der Kreuzer „Admiral Fokin“ und die 23köpfige russische Mannschaft seines Schleppschiffes „Grif“ auf ihrer Fahrt von Singapur nach Alang beobachtet.
Buch, Regie, Ton, Produktion: Johannes Holzhausen
Kamera: Joerg Burger, Johannes Holzhausen
Schnitt: Robert Polak
Verleih: Navigator Film
1996: Diagonale (A)
1995: Nyon - Vision du Réel (CH)