Die Künstlerin Susanne Wenger, 1915 in Graz geboren, kam Anfang der 50er Jahre zu den Yoruba nach Nigeria in Westafrika. Dort wurde sie von führenden Priesterklassen aufgenommen und in die verschiedensten Kulte der Yoruba Religion initiiert.
Als Priesterin des Schöpfergottes Obatala wurde sie vom Orakel beauftragt, die zerfallenen Schreine der Flussgöttin Oshun im Heiligen Hain von Oshogbo wiederaufzubauen. Durch ihre einzigartige Verbindung von Kunst und Ritual konnte sie so die "Sacred Groves" bis heute vor der kommerziellen Zerstörung bewahren.
Gemeinsam mit ihren rituell adoptierten Kindern Shangodare und Doyin lebt sie, zutiefst eingebettet in die traditionelle Yoruba Kultur, ein Leben mit den Göttern.
"Irgendwie wird man an den Platz gestellt, wo man das tun kann, was man tun muß. Ich habe nie daran gedacht, nach Nigeria zu gehen - es geschah ganz von selbst, so wie ein Bild, das sich selbst malt." (Susanne Wenger)
Website: www.willkefilm.de
Buch und Regie: Claudia Wilke
Kamera: Bernd Meiners
Ton: Judith Adam
Schnitt: Margot Neubert-Maric
Produzent: Johannes Rosenberger
In Koproduktion mit Willke Film (Hamburg)
2002: FIPA Biarritz, Bilan du Film Ethnographique Paris, Internat. Filmfestival Värnu
Uraufführung: Hamburg 2001