"Ein Tag, an welchem ich mich nicht in irgend einer Form vor der Kamera bewege oder befinde, ist ein Tag der nicht festgehalten wird und der umsonst ist."
Zwanghaft täglich inszeniert sich die Fotokünstlerin und Aktionistin Michaela Moscouw mit Hilfe des Selbstauslösers vor der Fotokamera. Auf diesen rituellen und erotischen Akt konzentriert sich der gesamte Tagesablauf, Moscouw beschränkt jede Öffentlichkeit auf ihre fotografischen Ent-Stellungen, auf die Existenz ihrer Bilder.
Sie lebt zurückgezogen und ausschließlich für diese höchst private Obsession. Die Gleichzeitigkeit von Exhibitionismus und Voyeurismus bedingt in der Intensität ein Spannungsfeld, welches für Moscouw zu einer Gratwanderung wird, mit der Gefahr, von der eigenen Leidenschaft überwuchert zu werden.
Mit einer durchaus ironischen Selbstreflexion umkreist sie in einem Gespräch Positionen ihrer spannenden und ambivalenten Welt, um wieder den Blick auf ihre Abbildungen, in ihren Bann zu ziehen.
Buch und Realisation: Joerg Burger
Assistenz: Regina Höllbacher, Johannes Holzhausen
Super 8-Kamera: Johannes Hammel
Technische Beratung: Michael Palm
Produzent: Johannes Rosenberger
Vertrieb: Navigator Film
Verleih: Sixpack Films
2001: Diagonale (A) - Preis der Diözese Graz-Seckau, Visions du Reel/ Nyon (CH), Kurzfilmtage/ Bamberg (D)