Zyklus von Kleinigkeiten

Regie: Ana Torfs, A/B/NL 1998, ;

Synopsis

Nach 1815 verschlechtert sich der Gesundheitszustand Ludwig Van Beethovens und seine zunehmende Schwerhörigkeit erlaubt es ihm nicht mehr, allen Gesprächen zu folgen. Seine Gesprächspartner müssen sich hörbar machen, indem sie das Wort schriftlich an den Komponisten richten; in Notizheften, die Beethoven bis zu seinem Tod 1827 immer bei sich trägt. Seine letzten Jahre sind in den Aufzeichnungen konserviert. Von ihm selbst finden sich darin kaum Notizen.
Aus der fragmentarischen Perspektive dieser Konversationsbücher blickt Ana Torfs Film auf das Leben Beethovens. Trivialitäten des Alltags verbinden sich mit Kommentaren zum tagespolitischen und musikalischen Geschehen im Österreich Metternichs zu einem Zyklus von Kleinigkeiten.
Die sonoren Reden der Besucher wechseln mit den Klängen von Beethovens späten Streichquartetten und der Stille der Taubheit. Die streng reduzierte Tonebene tritt in Beziehung mit stilisierten epischen Bilderfolgen, schwarzweißen Tableaus, kunstvoll ins Licht gesetzt von Jorge León.

Beethoven ist trotz seiner konsequenten visuellen Abwesenheit das Zentrum des Filmes. Ana Torfs animiert den Betrachter, sich ein eigenes Bild von Beethoven in seiner Zeit und alltäglichen Umgebung zu imaginieren.


Credits

Buch und Regie: Ana Torfs
Kamera: Jorge Leon
Schnitt: Jurgen Persijn
Schauspieler: Guy Dermul, Stanley Duchateau, Alain Franco, George van Dam, u.a.
Kostüme: Ann Weckx
Stimmen: Georg Diener, Michael Moser, Stefan Wagner, Georg Wasner, u.a.
Produzent: Daniël De Valck
Eine Koproduktion mit Cobra Films, Navigator Film, vzw Storm, AVdienst K.U.Leuven, Canvas, Kunsten FESTIVAL des Arts

Vertrieb Österreich: Navigator Film
Verleih: Cobra Films

Festivals

1999: Rotterdam (NL). Sao Paulo (BR). Riga, Fribourg, Tourcoing, Split, Ghent, Brussels etc.

1998: Uraufführung: KunstenfestivaldesArts Brüssel 1988